
Alles rund um die Modernisierung einer Immobilie.
Aktuelles
Bis 2045 soll nach dem Willen der Bundesregierung ein klimaneutraler Gebäudebestand in Deutschland erreicht werden. Energetische Sanierungen können dazu beitragen, den Energiebedarf eines Gebäudes zu reduzieren und dessen energetischen Zustand zu verbessern.¹
Modernisierung, Renovierung, Sanierung - wo liegt der Unterschied?
Die Zeiten ändern sich - das Zuhause auch: was ist noch eine Renovierung, wann beginnt die Modernisierung und was ist schließlich eine Sanierung?
Die Begriffe werden oft miteinander verwechselt, sind aber nicht dasselbe! Bei der Renovierung geht es ganz klar um eine optische Verbesserung und um ästhetische Bedürfnisse, sie umfasst vor allem Schönheitsreparaturen und Malerarbeiten. Durch Modernisierungsmaßnahmen kann eine Immobilie technisch und energetisch an aktuelle Anforderungen angepasst werden. Abhängig von den umgesetzten Maßnahmen können sich der Energie- und Wasserverbrauch sowie der Wert der Immobilie verändern.² Anders als bei einer Renovierung stehen bei einer Sanierung häufig die Beseitigung von Schäden oder die Instandsetzung von Gebäudeteilen im Vordergrund. Ziel kann es sein, die Nutzbarkeit und den baulichen Zustand einer Immobilie zu erhalten oder wiederherzustellen.
Worum geht’s? | Was wird gemacht? | Mieterhöhung | Steuer / Förderung | |
Sanierung | Hier werden Bauschäden ausgebessert, aber auch eine Aufstockung des Hauses oder ein Dachgeschossausbau zählen zur Sanierung. | Beispielsweise Badumbau, um es im Zuge der Sanierung barrierefrei zu gestalten; Beseitigung von Wasserschäden; Keller trockenlegen; Dachstuhl erneuern | Teilaspekte im Zuge der Sanierung, die als Modernisierung angesehen werden, dürfen umgelegt werden. Siehe unten: | Wird beispielsweise im Zuge einer Dachgeschosswohnung ein Zimmer dazugebaut, können Herstellungskosten über Jahre verteilt abgeschrieben werden. |
Modernisierung | Maßnahmen, die zur Verbesserung des Wohnwertes führen. | Schallschutzfenster, neue Sanitärobjekte, Wärmedämmung, smarte Regler, um Energie einzusparen | Nur die Kosten für die Modernisierungsmaßnahme dürfen bei einer Mieterhöhung umgelegt werden. | Bei Selbstnutzung können 20 % der Kosten für energetische Modernisierung (im Sprachgebrauch Sanierung) angesetzt werden. Alternativ sind Förderungen durch KfW oder BAFA möglich. |
Renovierung / Instandsetzung | Behebung von Mängeln oder Schäden, die durch Abnutzung oder Alterung entstehen. | Austausch kaputter Fenster oder eines gesprungenes Waschbeckens | Vermieterinnen und Vermieter sind zur Durchführung der Reparaturen verpflichtet. Die Kosten können nicht auf die Miete umgelegt werden. | Handwerker- und Materialkosten sind als Werbungskosten von der Steuer absetzbar. Bei selbstgenutztem Eigentum ist die Obergrenze niedriger als bei einem Mietobjekt. |
Instandsetzung | Vorbeugende Maßnahmen, die dem Werterhalt dienen. | Inspektions- und Wartungsarbeiten an Heizung, Aufzug oder Gastherme im Bad | Die Kosten dürfen nicht auf die Mietpartei umgelegt werden. | Vgl. Renovierung |
Welche Kreditgeber finanzieren Modernisierungsdarlehen ohne Grundschuldeintragung?
Entscheidend ist, den bestmöglichen Kreditgeber für die Finanzierung des Vorhabens zu finden. Oft ist ein Kreditgeber ohne Grundschuldeintragung die passende Variante. In ehyp home finden Sie eine Übersicht aller Kreditgeber und Produkte für Modernisierungsdarlehen. Unsere Kooperationspartner wie Fuchs & Eule oder enter unterstützen Sie und Ihre Kunden bei der Förderung ihrer Maßnahmen. Werden Sie jetzt Partner und profitieren Sie von unserem umfangreichen Leistungsspektrum.
Prohyp-Partner werdenWichtig
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) enthält unter bestimmten Voraussetzungen Anforderungen an bestehende Wohngebäude. Je nach Gebäude und Eigentumssituation können nach einem Eigentümerwechsel Nachrüst- oder Austauschpflichten zu beachten sein.³
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) enthält für bestimmte Fälle Informations- und Beratungspflichten. Zudem gelten energetische Anforderungen für Gebäude und einzelne Modernisierungsmaßnahmen, die unter anderem die Heizungstechnik und die Gebäudehülle betreffen.⁴
Solarstrom

Für wen kommt das in Frage?
Für viele Einfamilienhäuser kommt die Installation einer Solaranlage grundsätzlich infrage. Die Eignung hängt unter anderem von Dachfläche, Ausrichtung und den baulichen Gegebenheiten ab. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bildet einen wichtigen Rahmen für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Ziel des Gesetzes ist unter anderem, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent zu steigern.⁵ Die Entscheidung für Solarthermie oder PV hängt von der individuellen Situation ab:
- Photovoltaik bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Der erzeugte Strom kann beispielsweise für Haushaltsgeräte, Elektrofahrzeuge oder den Betrieb einer Wärmepumpe genutzt werden. Nicht selbst verbrauchter Strom kann zudem in das öffentliche Stromnetz eingespeist und vergütet werden.
- Solarthermie produziert ausschließlich Wärme und kann beispielsweise zur Warmwasserbereitung oder zur Unterstützung der Heizung eingesetzt werden.⁶
- Hybridkollektoren kombinieren die Erzeugung von Strom und Wärme in einem System. Sie können parallel laufende Einzelanlagen ersetzen, die Module sehen wie dicke Solar-Paneele aus.
Hilfreiche Rechner
Diese Rechner geben eine Orientierung, wie hoch die Einsparung ausfallen kann und kalkulieren den jährlichen Energiebedarf, die Größe der Solaranlage in kWp und kWh und geben einen Anhaltspunkt, wie hoch der Eigenverbrauch ausfallen kann und wie viel Strom vom Versorger bezogen und wie viel ins Netz eingespeist werden dürfte:
Dachsanierung

Was macht ein gutes Dach aus und worauf muss bei einer Dachsanierung geachtet werden?
Wichtig ist, dass der Hut des Hauses Wind und Wetter standhält. Insbesondere bei älteren Gebäuden kann die Dämmung des Dachs eine wichtige Rolle für die energetische Qualität der Immobilie spielen. Durch eine verbesserte Wärmedämmung lassen sich Wärmeverluste reduzieren.
Wie hoch der Aufwand der Sanierung ist, hängt auch vom Baujahr oder der Dachform ab.
Welche Dachformen gibt es überhaupt?
Eine unendlich lange Liste mit unterschiedlichen Kombinationen. Im Kern gibt es aber fünf verschiedene Dach-Grundformen:
- Satteldach (die meist genutzte Form)
- Walmdach
- Zeltdach
- Mansardendach
- Flachdach
Das Ziel einer Dachsanierung ist es, die Wärmedämmung zu verbessern und Dachbauteile bei Bedarf zu erneuern. Dadurch kann die technische Qualität des Dachs erhalten oder verbessert werden.
Es werden alle Elemente der Dachkonstruktion berücksichtigt. Für die Planung und Umsetzung einer Dachsanierung kann die Einbindung qualifizierter Fachbetriebe oder entsprechender Fachplaner sinnvoll sein. Auch bei der Auswahl geeigneter Dämmmaterialien kann eine fachliche Beratung unterstützen. Ob und in welchem Umfang eine Dachsanierung in Frage kommt, hängt unter anderem vom Zustand des Dachs, dem Alter des Gebäudes und den individuellen Anforderungen ab.
Wichtig
Für Neubauten und bestimmte Sanierungsmaßnahmen gelten Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Werden Dachflächen in größerem Umfang erneuert oder verändert, sind häufig auch energetische Anforderungen zu berücksichtigen. Nach dem Erwerb bestimmter Bestandsgebäude können zudem gesetzliche Nachrüstpflichten bestehen. Wer geplante Maßnahmen frühzeitig prüft, kann technische Anforderungen und notwendige Arbeitsschritte besser in die Planung einbeziehen.
Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist aktuell besonders gefragt und auch die Anzahl der angebotenen Modelle sprießt gerade auf dem Markt. Eine Wärmepumpe nutzt Wärmeenergie aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Die gewonnene Wärme wird für Heizung und Warmwasserbereitung nutzbar gemacht.⁷
Die Wärmepumpe selber wird mit Strom betrieben. Dieser lässt sich beispielsweise über eine kleine Solaranlage beschaffen. Wärmepumpen arbeiten in der Regel mit niedrigeren Vorlauftemperaturen als viele konventionelle Heizsysteme. Sie können sowohl in Neubauten als auch in Bestandsgebäuden eingesetzt werden.
Doch wie trifft man unter den verschiedenen Möglichkeiten die richtige Auswahl? Eine Entscheidungshilfe, ob die Wärmepumpe die richtige Lösung ist, kann eine Wärmepumpen-Ampel(öffnet in neuem Fenster) sein.
Fenstertausch

Wussten Sie, dass an Fenstern mitunter 20 % der Raumwärme verloren gehen?⁸
Der Wärmedurchgangskoeffizient U ist dabei der entscheidende Kennwert. Je niedriger der U-Wert, desto geringer der Energieverlust. Der U-Wert liegt bei Einfachverglasung meist zwischen 5 und 6, bei moderner Zweifachverglasung etwa bei 1,1 bis 1,4 und bei Dreifachverglasung unter 1,1.⁹
Im Grunde ist ein Fenster immer offen – denn es lässt den Blick nach draußen zu. Zusätzlich lassen viele Fenster und Türen leider auch die warme Innenluft nach außen strömen, besonders wenn es sich um ältere Modelle handelt. Moderne Fenster schützen aber nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Lärm. Zudem bieten sie Schutz vor Einbruch.¹⁰
So gibt es gleich mehrere Gründe, sich Gedanken über die Fenster- und Terrassentürsituation zu machen.
Wann lohnt sich eine Fenstermodernisierung?
Fenster mit Einfachverglasung entsprechen häufig nicht mehr dem heutigen Stand der Wärmedämmung. Ein Austausch kann die Wärmedämmung verbessern und unter anderem dazu beitragen, den Energiebedarf für das Heizen zu reduzieren.
Welche Förderungen gibt es?
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert mit verschiedenen Programmen – je nach Vorhaben als zinsgünstiger Kredit, als Kredit mit Tilgungszuschuss oder als direkter Zuschuss. Welches Programm infrage kommt, hängt vom Umfang der Sanierung ab.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert energetische Sanierungsmaßnahmen durch Zuschüsse. Bei der Einbindung einer Energieberatung und Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans kann der Zuschuss höher ausfallen.
Bundesländer und Kommunen fördern die Modernisierung von Fenstern im Rahmen der Energieeffizienz mit eigenen Programmen. Informieren Sie sich dazu bei einem Energieberater, einem Fachbetrieb und Ihrer Kommune.
Tipp
Alle Förderungen müssen vor dem Beginn der Maßnahmen beantragt werden. Zur Beantragung ist es sinnvoll, einen Energieberater hinzuzuziehen. Mit einer Prohyp-Partnerschaft haben Sie Zugang zu unterschiedlichen Kooperationen. Darunter auch Expertinnen und Experten in der Energieberatung.
Kooperationspartner entdeckenDen richtigen Handwerker finden – 5 Tipps, damit alles klappt

Deutschland ist ein Land der Handwerker – zumindest, wenn man sich die Zahlen der Baumärkte anguckt. Es wird mehr denn je geschraubt, gesägt und gebohrt. Das Handwerk selber meldet andere Zahlen: unbesetzte Lehrstellen, Fachkräftemangel, volle Auftragsbücher. Das heißt: Professionelle Handwerker sind knapp und haben gut zu tun.
Daher die große Frage: WIE finden Sie trotzdem möglichst schnell einen kompetenten Handwerker?
- Tipp 1: Achten Sie auf Handwerker, die Innungs- sowie Meisterbetriebe sind. Denn dann können Sie sicher sein, dass die Qualität stimmt, Vorgaben und moderne Standards eingehalten werden.
- Tipp 2: Nutzen Sie entweder persönliche Kontakte oder entsprechende Portale zum Finden passender Handwerker. Nach dem Erhalt der Angebote hat man die Möglichkeit die Bewertungen/Websites der jeweiligen Betriebe zu prüfen.
- Tipp 3: Machen Sie sich eine möglichst genaue Vorstellung von der gewünschten Leistung. Nennen Sie nicht nur das gewünschte Ergebnis (die Wände malern, Fenster ersetzen, Heizung optimieren etc.), sondern definieren Sie am besten auch den Weg dorthin: Was sind die einzelnen Schritte? Was muss genau gemacht werden? Wer besorgt die notwendigen Materialien? Müssen Dinge entsorgt werden? Können und wollen Sie Eigenleistung beibringen? Benötigen Sie eventuell Genehmigungen?
Je besser und genauer Sie im Detail wissen, was alles gemacht werden soll und welche Arbeiten notwendig sind, desto genauer kann der angefragte Handwerker den Umfang und somit die Kosten einschätzen. Dies bewahrt Sie vor unangenehmen Überraschungen, Unstimmigkeiten und Verzögerungen. Und noch etwas: Fragen Sie vor der Auftragsvergabe genau nach, was alles in den Kosten enthalten ist. - Tipp 4: Vergleichen Sie Kostenvoranschläge genau und setzen Sie den Werterhalt oder die Wertsteigerung dagegen.
- Tipp 5: Schätzen Sie Ihre eigenes handwerkliches Können richtig ein und übernehmen Sie sich nicht. Auf keinen Fall Haustechnik-Arbeiten selber übernehmen.
Verwendete Quellen
Umweltbundesamt: Treibhausgasminderungsziele Deutschlands(öffnet in neuem Fenster)
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB): § 555b BGB Modernisierungsmaßnahmen(öffnet in neuem Fenster)
Deutsche Bundesgesetze: Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Modernisierung der Wärmeversorgung in Gebäuden (Gebäudemodernisierungsgesetz - GEG)(öffnet in neuem Fenster)
Deutsche Bundesgesetze: Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Modernisierung der Wärmeversorgung in Gebäuden (Gebäudemodernisierungsgesetz - GEG)(öffnet in neuem Fenster)
Gesetze im Internet: Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG 2023)(öffnet in neuem Fenster)
Umweltbundesamt: Solarthermie(öffnet in neuem Fenster)
Umweltbundesamt: Umgebungswärme und Wärmepumpen(öffnet in neuem Fenster)
KfW: Fenster austauschen und Energie sparen(öffnet in neuem Fenster)
KfW: Fenster austauschen und Energie sparen(öffnet in neuem Fenster)
KfW: Fenster austauschen und Energie sparen(öffnet in neuem Fenster)
