Generation Z: ETF-Sparen verdrängt den Traum vom Eigenheim


Die Generation Z gilt als finanziell deutlich aufgeschlossener als frühere Generationen. Viele junge Erwachsene sparen regelmäßig und nutzen Wertpapiersparpläne für den langfristigen Vermögensaufbau. Dabei fließt ein Großteil der Sparbeiträge in breit gestreute Indexfonds.

Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Umfrage jedoch eine bemerkenswerte Entwicklung beim Thema Wohneigentum. Nur noch 30 % der Befragten sparen gezielt für den Erwerb einer Immobilie. Im Vorjahr waren es noch 40 %. Immer mehr junge Menschen scheinen den Traum vom Eigenheim zumindest vorläufig aufzuschieben. Das zeigt eine Umfrage, die das Institut forsa im Auftrag der ING Deutschland und Visa unter tausend jungen Menschen durchgeführt hat.

Der Hintergrund ist weniger mangelndes Interesse als vielmehr die schwierige Ausgangslage. Zwar könnten viele Haushalte die laufenden Kreditraten grundsätzlich tragen, häufig fehlt jedoch das notwendige Eigenkapital für den Immobilienerwerb. Hohe Kaufpreise, gestiegene Bauzinsen und strengere Finanzierungsanforderungen erschweren den Einstieg zusätzlich.

Für den Immobilienmarkt ist diese Entwicklung durchaus relevant. Wenn ein wachsender Teil der jungen Generation Vermögen primär über Wertpapieranlagen aufbaut, könnte dies langfristig Auswirkungen auf die Eigentumsbildung in Deutschland haben. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass die Bereitschaft zum Sparen unverändert hoch bleibt. Die Herausforderung besteht künftig vor allem darin, ausreichend Eigenkapital für den Schritt ins Wohneigentum aufzubauen.


Verwendete Quelle

inside digital: 365 Euro im Monat: Die Gen Z macht alles richtig. Es reicht trotzdem nicht(öffnet in neuem Fenster)