Kaufmarkt trotzt Unsicherheiten und gewinnt weiter an Stärke


Der deutsche Kaufmarkt zeigt sich trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten bemerkenswert stabil. Wie das aktuelle ImmoScout24 WohnBarometer für das zweite Quartal 2026 zeigt, sorgten stabile Bauzinsen um 4 % für eine solide Nachfrage nach Wohneigentum. Besonders in den Metropolen und im ländlichen Raum ist das Interesse an Immobilien zuletzt gestiegen.

Die Preise für Bestandswohnungen setzen ihren Erholungskurs fort: Gegenüber dem Vorjahr legten sie um 3,9 % zu und verzeichnen damit den zweithöchsten Anstieg seit der Zinswende 2022. Auch Neubauwohnungen haben nahezu wieder das Preisniveau erreicht, das zuletzt vor der Zinswende beobachtet wurde. Besonders dynamisch entwickeln sich Städte wie Hamburg, München und Leipzig.

Gleichzeitig zeigt sich ein weiterer Trend: Das Angebot an sanierungsbedürftigen Einfamilienhäusern wächst. In gefragten Regionen weist inzwischen fast jedes dritte angebotene Haus eine schlechte Energieeffizienz auf. Für Käuferinnen und Käufer können sich daraus Chancen ergeben, insbesondere wenn Sanierungsmaßnahmen gefördert werden.

Auch auf dem Mietmarkt zieht die Nachfrage wieder an. Während die Angebotsmieten nur moderat steigen, entwickeln sich die Nebenkosten zunehmend zum größeren Kostentreiber. Insgesamt deutet das WohnBarometer auf eine weitere Stabilisierung des Immobilienmarktes hin.


Verwendete Quelle

ImmoScout24: WohnBarometer Q2 2026(öffnet in neuem Fenster)