Staatliche Wohnungsbaugesellschaft: Hubertz stellt Konzept in Aussicht


Der Bund will beim Wohnungsbau selbst stärker aktiv werden. Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hatte sich im Juli auf die Schaffung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft verständigt. Bauministerin Verena Hubertz hat nun ein konkretes Konzept für den Herbst angekündigt. Hintergrund ist der anhaltende Mangel an Wohnraum besonders in den Ballungszentren. Gedacht ist die staatliche Wohnungsbaugesellschaft ausdrücklich nicht als eine neue Behörde oder eine eigene Baufirma, sondern als schlanke Gesellschaft, an der der Bund mit 51 % und private Unternehmen mit 49 % beteiligt sind. Die Wohnungsbaugesellschaft soll bezahlbare Projekte entwickeln, deren Bau öffentlich ausschreiben und entsprechende Kredite bereitstellen. Weil der Staat günstiger finanzieren kann und Aufträge zu größeren Paketen bündelt, soll das Bauen billiger werden. Zudem will Hubertz verstärkt auf serielles Bauen setzen. Offen ist noch, ob das Vorhaben eine Änderung des Grundgesetzes erfordert; auch Ausgestaltung und Finanzierung stehen noch nicht endgültig fest. Nun bleibt abzuwarten, wie das Konzept aus dem Bauministerium aussieht. Setzt die konkrete Ausgestaltung an den richtigen Stellen an, könnte eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft dem Wohnungsbau einen dringend notwendigen Schub geben.


Verwendete Quelle

DIE ZEIT Online: Hubertz kündigt Konzept für staatliche Wohnungsbaugesellschaft an(öffnet in neuem Fenster)