Gebäudewende unter Finanzierungsdruck: Weniger Förderung, hoher Investitionsbedarf

Benjamin Hirsch, Senior Pressesprecher, Prohypvon Benjamin Hirsch, Unternehmenssprecher B2B-Geschäft/Baufinanzierung

Die klimaneutrale Modernisierung des Gebäudebestands steht zunehmend unter Kostendruck. In einem Gespräch mit Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverbands der Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Elisabeth Endres von der Technischen Universität Braunschweig und Ralf Sommer von der Hamburgischen Investitions- und Förderbank wird deutlich, wie groß die Herausforderung für die Wohnungswirtschaft ist. Für Hamburg allein beziffert eine aktualisierte Machbarkeitsstudie die notwendigen Investitionen bis 2045 auf rund 40 Milliarden Euro. Um das Ziel zu erreichen, wäre eine durchschnittliche Sanierungsquote von 1,7 % erforderlich. Kritisiert wird vor allem die fehlende Verlässlichkeit der Förderung. Axel Gedaschko verweist darauf, dass vermietete Mehrfamilienhäuser von den Kürzungen besonders stark betroffen seien. Gleichzeitig plädieren die Gesprächspartner dafür, Fördermittel stärker nach ihrer tatsächlichen Klimawirkung einzusetzen und gezielte Einzelmaßnahmen stärker zu berücksichtigen. Bei der Wärmeversorgung sehen sie eine der entscheidenden Stellschrauben. Wärmepumpen können dabei in vielen Gebäuden eine wichtige Rolle spielen, zugleich erschweren fehlende Netzanschlüsse und Verzögerungen beim Ausbau der Fernwärme die Umsetzung.