Mieten in Großstädten ziehen wieder stärker an

Benjamin Hirsch, Senior Pressesprecher, Prohypvon Benjamin Hirsch, Unternehmenssprecher B2B-Geschäft/Baufinanzierung

Der Anstieg der Wohnungsmieten hat sich beschleunigt. Laut dem GREIX-Mietpreisindex des Kiel Instituts für Weltwirtschaft stiegen die Angebotsmieten im dritten Quartal 2026 um 1,2 % gegenüber dem Vorquartal und damit so stark wie seit Anfang 2025 nicht mehr. Im Vorjahresvergleich liegt das Plus bei 3,7 %. Unter den acht größten Städten legten Berlin (2,1 %) und Düsseldorf (2,0 %) im Quartalsvergleich am deutlichsten zu, im Jahresvergleich führt Hamburg mit 6,7 %. Am teuersten bleibt München mit durchschnittlich 23,70 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Auffällig ist die Entwicklung im Bestand. Bestandswohnungen verteuerten sich im dritten Quartal mit 1,2 % doppelt so stark wie Neubauwohnungen mit 0,6 %. Wohnungsmarktexperte Jonas Zdrzalek vom Kiel Institut sieht die Mietpreisdynamik wieder leicht zunehmen. Neubauwohnungen bleiben in den großen Städten zudem rund zwei Wochen länger inseriert, was er unter anderem auf das hohe Preisniveau zurückführt, das den Kreis möglicher Mieterinnen und Mieter einschränkt.