Preis vor Perfektion: Wo Menschen beim Wohnen Kompromisse machen
von Florian Tenbusch, GeschäftsführerFür deutlich niedrigere Wohnkosten sind viele Menschen zu Abstrichen bereit, allerdings nicht bei allem. Das zeigt eine Wohnstudie von Appinio im Auftrag von ImmoScout24, für die im Juli 2026 rund 1.000 Personen befragt wurden. Für ein Drittel niedrigere Wohnkosten würden 27 % ein älteres Gebäude akzeptieren, 21 % eine kleinere Wohnfläche und 20 % einen längeren Arbeitsweg. Deutlich geringer ist die Bereitschaft, beim Wohnumfeld nachzugeben: Nur 9 % würden eine schlechtere Lage hinnehmen, jeweils 7 % eine lautere Umgebung oder eine schlechtere Energieeffizienz.
Beim konkreten Suchen bleibt der Preis das häufigste Ausschlusskriterium. Für 38 % der Befragten ist eine zu hohe Miete ein absolutes No-Go, beim Kauf nennen 25 % einen zu hohen Kaufpreis und 19 % einen hohen Sanierungsbedarf. Bei der Ausstattung sind viele dagegen flexibel: In einer Mietwohnung würden 33 % am ehesten auf ein Gäste-WC verzichten, beim Kauf wären ein Viertel bei moderner Ausstattung kompromissbereit. Grundlegende Wohnqualität wie Lage und Ruhe wiegt also schwerer als Fläche, Alter oder Ausstattung.
Verwendete Quellen
ImmoScout24: Preis vor Perfektion: Wo Menschen beim Wohnen Kompromisse machen und wo nicht(öffnet in neuem Fenster)